Wunstorf – Zwölf Stunden für den Ernstfall in Wunstorf: Johanniter und Feuerwehren trainieren auf der Insel Wilhelmstein und am Gymnasium Hölty.
Übung unter realistischen Bedingungen
Zwölf Stunden lang haben rund 30 Ehrenamtliche in Wunstorf den Ernstfall geprobt. Die Johanniter aus Wunstorf-Steinhuder Meer trainierten gemeinsam mit Kräften aus dem Ortsverband Deister sowie den Feuerwehren aus Steinhude, Wunstorf und Hagenburg. Im Mittelpunkt standen realistische Notlagen, klare Abläufe und schnelle Entscheidungen.
Start auf der Insel Wilhelmstein
Eines der Szenarien begann mit einem Notruf von der Insel Wilhelmstein. Eine Mutter konnte plötzlich nicht mehr richtig sprechen. Für die Einsatzkräfte begann damit ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Feuerwehr Steinhude brachte die Johanniter zunächst mit dem Boot auf die Insel. Nach der Erstversorgung verdichtete sich der Verdacht auf einen Schlaganfall. Die Frau musste so schnell wie möglich in ein Krankenhaus gebracht werden.
Zum Glück handelte es sich nur um eine Übung. Das Szenario war eines von mehreren, die für den Tag vorbereitet worden waren.
Von Reanimation bis Drehleiter
Die Bandbreite der Lagen war groß. Geprobt wurden unter anderem eine Reanimation und technische Rettungen. So musste eine gestürzte Person mit der Drehleiter der Feuerwehr Wunstorf aus schwer zugänglichem Gelände geholt werden.
Anspruchsvolle Lage am Gymnasium Hölty
Besonders fordernd war ein Szenario am Gymnasium Hölty. Dort mussten die Einsatzkräfte drei verletzte Schüler versorgen, die sich beim Sportunterricht verletzt hatten. Mehrere Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug und Fachberater waren im Einsatz. Zusätzlich bedrängten weitere Jugendliche die Helfer. Damit wurde der Druck simuliert, der auch bei echten Einsätzen entstehen kann.
Realistische Darstellung der Verletzten
Für die Unfall- und Notfalldarstellung der Patienten war Sophie Niemeyer zuständig. Gemeinsam mit ihrem Team stellte sie Wunden, Symptome und Verhalten möglichst wirklichkeitsnah dar. „Die Vorbereitung und Darstellung waren durchaus anstrengend, gleichzeitig hat es viel Spaß gemacht. Am Ende haben wir unser Ziel erreicht und dafür gesorgt, dass alle Patienten bestmöglich versorgt werden konnten“, sagte Niemeyer.
Auch Mitglieder der Führungsebene übernahmen Rollen. Robin Schwerdtfeger, Regionalvorstandsmitglied der Johanniter Niedersachsen Mitte, stellte einen psychisch belasteten Patienten dar.
Fazit nach zwölf Stunden
Nach einem langen Tag mit Blaulicht, Funkverkehr und vielen Entscheidungen zog Übungsleiter Fabrice Louis eine positive Bilanz. „Wir haben viele erfahrene Ehrenamtliche, und das hat sich heute bei allen Einsatzlagen gezeigt. Die Abläufe haben gut funktioniert, und gefreut hat mich, mit wie viel Motivation und Engagement alle bis zum Ende dabeigeblieben sind“, so der Johanniter.














